Telefonische Beratung unter 071 447 40 56

Krankenkassen sollen Folgekosten von Schönheitsoperationen bezahlen

Führt eine Schönheitsoperation zu Komplikationen, sollen die Krankenkassen die Kosten für die Behandlung weiterhin bezahlen müss...

Widerstand gegen Qualitätszentrum

Mit einem nationalen Zentrum will Bundesrat Berset die Qualität im Gesundheitssystem verbessern. Die Spitäler und die Krankenkas...

Zu teure und zu viele Rechnungen - Der grosse Ärzte-Bschiss!

BERN - Für Patienten ohne Fachkenntnisse ist es praktisch unmöglich, die Leistungen eines Spitals zu überprüfen. Dies kann zu st...

Die Gesundheit eines Schweizers kostet 709 Franken pro Monat

Die Gesundheitskosten haben in der Schweiz einen neuen Höchststand erreicht. Eine Aufschlüsselung, wer das alles finanziert. 11...

Eine künstliche Beatmung für 46'704 Franken

Vertippt oder das System ausgenutzt? Dem Tagesanzeiger.ch/Newsnet liegen Spitalrechnungen vor, die – in einem Fall sogar 10'000-...

Schweizer Patienten sollen 300 Millionen zu viel bezahlen

Wenn Spitäler, Ärzte oder Apotheker Rabatte auf Medikamente erhalten, gäben sie diese den Versicherten oft nicht weiter, sagen d...

Freiwillig vorsorgen: Zweite oder dritte Säule?

Bei der freien, gebundenen Vorsorge besteht die Wahl zwischen der Säule 3a oder einem zusätzlichen Einkauf in die Pensionskasse....

Schwarze Liste über säumige Prämienzahler

KRANKENKASSEN ⋅ Im Kanton Aargau soll eine schwarze Liste über säumige Krankenkassen-Prämienzahler eingeführt werden. Die Regier...

Hohe Systemwechsel-Kosten Wenn sechzig Krankenkassen sterben

Der Systemwechsel zu einer staatlichen Einheitskrankenkasse würde 1,6 bis 2,2 Mrd. Fr. kosten. Das sagt eine Studie im Auftrag v...

Einheitskasse könnte 2,15 Milliarden kosten

Eine Studie rechnet vor, dass die Systemumstellung auf eine öffentliche Krankenkasse bis über 2 Milliarden kosten könnte. Die In...

  • Krankenkassen sollen Folgekosten von Schönheitsoperationen bezahlen

    Freitag, 16. Mai 2014 15:46

    Published in Krankenkasse

  • Widerstand gegen Qualitätszentrum

    Donnerstag, 15. Mai 2014 13:55

    Published in Krankenkasse

  • Zu teure und zu viele Rechnungen - Der grosse Ärzte-Bschiss!

    Donnerstag, 15. Mai 2014 09:08

    Published in Krankenkasse

  • Die Gesundheit eines Schweizers kostet 709 Franken pro Monat

    Mittwoch, 14. Mai 2014 13:36

    Published in Krankenkasse

  • Eine künstliche Beatmung für 46'704 Franken

    Mittwoch, 14. Mai 2014 13:23

    Published in Krankenkasse

  • Schweizer Patienten sollen 300 Millionen zu viel bezahlen

    Mittwoch, 14. Mai 2014 11:35

    Published in Krankenkasse

  • Freiwillig vorsorgen: Zweite oder dritte Säule?

    Montag, 24. Februar 2014 10:09

    Published in Vorsorge

  • Schwarze Liste über säumige Prämienzahler

    Samstag, 15. Februar 2014 12:00

    Published in Krankenkasse

  • Hohe Systemwechsel-Kosten Wenn sechzig Krankenkassen sterben

    Freitag, 30. August 2013 11:55

    Published in Krankenkasse

  • Einheitskasse könnte 2,15 Milliarden kosten

    Donnerstag, 29. August 2013 19:53

    Published in Krankenkasse

Eine künstliche Beatmung für 46'704 Franken

Mit freiwilligen Einzahlungen in Säule-3a-Konten oder die Pensionskasse kann dem Pensionsalter ruhiger eingegengeblickt werden. Mit freiwilligen Einzahlungen in Säule-3a-Konten oder die Pensionskasse kann dem Pensionsalter ruhiger eingegengeblickt werden.

Vertippt oder das System ausgenutzt? Dem Tagesanzeiger.ch/Newsnet liegen Spitalrechnungen vor, die – in einem Fall sogar 10'000-fach – zu hohe Beträge aufweisen. Doch damit nicht genug.

Sie hat eine Wut im Bauch: Silvia Bachmann, eine Baselbieterin, deren 68-jährige Mutter vor zwei Jahren nach einem komplizierten Eingriff im Basler Universitätsspital verstarb. Zwischenmenschlich sei einiges schiefgelaufen, sagt Bachmann. Doch wirklich wütend macht die Frau die Spitalrechnung, die sie nach dem Tod ihrer Mutter erhalten hat. Auf der Rechnung sind Leistungen aufgeführt, die nie erbracht worden sind.

Ich stolperte zuerst über das Wort Cholezystektomie», erzählt Bachmann, die als medizinische Praxisassistentin arbeitet und daher weiss, was das Wort bedeutet: eine Gallenblasenentfernung. «Meiner Mutter wurde nie die Gallenblase entfernt, und darum begann ich, die Rechnung genauer zu studieren.» Die Ärzte haben ihr später erklärt, dass es zwar keine Entfernung, aber eine Gallenblasenpunktion gegeben habe. Doch bei der Lektüre der 60-seitigen Rechnung tauchten noch andere seltsame Positionen auf. Doppelt berechnete Leistungen. Physio- und Ergotherapie-Sitzungen, die stattgefunden haben sollen, als die Patientin bereits palliativ betreut wurde. Es sei seltsam, dass man eine ­Patientin rehabilitieren wolle, die bereits im Sterben liege, sagt die Tochter. Sie habe zudem nie einen Physiotherapeuten bei ihrer Mutter gesehen.

Vierfach verrechnet
Silvia Bachmann protestierte bei der Krankenkasse CSS und verlangte, dass die Rechnung nicht bezahlt werde. Daraufhin veranlasste die Kasse eine genauere Prüfung und entdeckte mehrere Fehler. Diverse Leistungen sind doppelt und dreifach abgerechnet worden, obwohl sie nur einmal durchgeführt worden waren. Eine Magenspiegelung für 1680 Franken stand gleich viermal auf der Rechnung. Bei einer künstlichen Beatmung, die mit 46 704 Franken zu Buche schlug, hat man laut Spital «die Abrechnungsziffer falsch eingegeben». Die Position wurde gestrichen. Und da es für 43 Physiotherapie-Sitzungen keine schriftliche Dokumentation gab, wurden diese ebenfalls gestrichen.

Am Anfang hätte der Spitalaufenthalt 141 004 Franken gekostet. Nach den diversen Korrekturen schrumpfte der Betrag auf 86 943 Franken, mehr als ein Drittel weniger als zu Beginn. Auffallend ist, dass die Kürzungen nur die Zusatzversicherung betreffen: Ursula Bachmann war privat versichert. Hat hier jemand versucht, sich auf Kosten der Privatversicherung zu bereichern? Das bestreitet das Spital vehement. «Das Universitätsspital Basel hat in der Rechnung zwei Fehler gemacht. Das tut uns sehr leid», heisst es bei der Pressestelle. Und weiter: «Gegen einen Vorwurf, dass Leistungen wissentlich nicht korrekt abgerechnet werden, wehren wir uns entschieden.»

Tatsache ist, dass es im Gesundheitssystem eine Schwachstelle gibt, die ausgenutzt werden kann: Die meisten Patienten schauen die Rechnungen nicht an oder verstehen die komplizierten Auflistungen nicht. Die Krankenkassen wiederum haben nicht die Mittel, um alle Rechnungen im Detail zu prüfen. «Der Kontrollaufwand ist meist teurer als das, was allenfalls eingespart werden könnte», sagt Felix Schneuwly, der Krankenkassenexperte des Internet-Vergleichsdienstes Comparis. Patienten mit zu wenig Wissen, Kassen mit zu wenig Mitteln: In diesem Graubereich gibt es Platz für Fehler und Betrug.

Was für krasse Fehler vom automatischen Kontrollsystem der Kassen nicht entdeckt werden, zeigt eine zweite Rechnung von Silvia Bachmann. 2009 musste ihre Mutter wegen einer Gefässverengung operiert werden, diesmal im Kantonsspital Bruderholz. Drei Tage lag die Frau im Spital. Die Kosten: 35 214 Franken. «Wir sahen den Betrag erst, als die Krankenkasse die Rechnung bereits bezahlt hatte», sagt Bachmann. Sie hielt die Rechnung für zu hoch und besorgte sich beim Spital eine detaillierte Auflistung der Leistungen. Da entdeckte sie, dass die Injektion eines Kontrastmittels 27 720 Franken kostete – statt lediglich 2.75 Franken. Das Bruderholzspital erklärt heute, dass beim Erfassen der Rechnung der Faktor falsch eingegeben worden sei. 10 000-mal zu hoch. «Der Fehler wurde festgestellt, und unmittelbar danach kam es selbstverständlich auch zu einer Refakturierung», schreibt die Pressestelle.

Massive Interessen
Bleibt die Tatsache, dass die Krankenkasse den Fehler übersehen hat und 27 000 Franken zu viel bezahlt hätte, wenn die aufmerksame Tochter nicht interveniert hätte. Krankenkassenexperte Felix Schneuwly ist nicht überrascht. «Ich höre immer wieder von zu hohen Spitalrechnungen, die erst bei einer Patientenreklamation gekürzt werden, manchmal gar um die Hälfte des Betrags.» Die Frage ist: Sind die zu hohen Beträge tatsächlich das Resultat menschlicher Fehler, wie die Spitäler sagen? Schneuwly glaubt das nicht: «Ich habe den Verdacht, dass gewisse Ärzte einfach mal probieren, ob sie zu viel abrechnen können, denn in der Regel wehrt sich niemand.» Man dürfe nicht vergessen, dass es um massive wirtschaftliche Interessen gehe. «Dadurch kommt es zwangsläufig auch zu Fehl­anreizen», sagt Schneuwly.

Ein Arzt in einem Basler Spital sagt, dass bestimmte Chirurgen gerade bei Privatpatienten versuchten, mehr Geld zu verdienen. «Es fällt auf, dass manche Kollegen bei Privatpatienten eher sinnlose Operationen durchführen und Privatpatienten eher operiert werden als Allgemeinversicherte mit der gleichen Diagnose.» Leitende Ärzte stünden teilweise nur zum Abrechnen als Operateur auf dem OP-Bericht drauf, obwohl sie nie mitoperiert hätten. Zudem herrsche im System der Zusatzversicherungen ein Wildwuchs an Preisen, welcher die Kontrollen zusätzlich schwierig mache. Laut den Aussagen des Arztes, der nicht mit Namen genannt werden möchte, kann ein Chirurg für das Einsetzen einer Knieprothese im Basler Merian-Iselin-Spital 15 000 Franken in Rechnung stellen. Im Bruderholz-Spital macht er genau dieselbe Arbeit für nur 4500 Franken.

Sind die Krankenkassen zu wenig streng beim Prüfen und Verhandeln? Treiben hier gierige Ärzte die Kosten des Gesundheitssystems in die Höhe? Bei der Krankenkasse CSS ist man überzeugt, dass alles mit rechten Dingen zu­- und hergeht. «Ein Spital kann es sich fast nicht leisten, systematisch zu betrügen», sagt Stefan Wülser, der Chef der Leistungsabrechnung bei der CSS. Die entdeckten Fehler seien meist durch technische Probleme oder menschliches Versagen entstanden. Eine einzelne Position könne zwar versehentlich doppelt gebucht werden. «Wenn wir jedoch vermehrt Fehler entdecken, dann setzen wir uns mit dem betreffenden Spital an einen Tisch und analysieren das», sagt Wülser.

Laie soll Rechnung verstehen

Beim Universitätsspital Basel hat es im letzten Jahr laut der CSS tatsächlich eine Häufung von Fällen gegeben, bei denen Leistungen doppelt abgerechnet worden sind. Das Spital sagt dazu: «Eine Untersuchung ist einem Verdacht nachgegangen, dass Fälle von Vorhofflimmern und Vorhofflattern doppelt berechnet wurden.» Dieser Verdacht habe sich jedoch nicht bestätigt.

Um falsche Rechnungen zu verhindern, fordert Felix Schneuwly mehr Kontakt zwischen Krankenkassen und Patienten. Die Rechnungen sollten verständlicher werden, damit Laien sie überprüfen könnten. Zumindest im ambulanten Bereich stellen die Kassen Verbesserungen in Aussicht. «Bei der anstehenden Gesamtrevision des Tarifwerks Tarmed streben wir an, die Rechnungen verständlicher zu machen», sagt Paul Rhyn vom Dachverband Santésuisse.

Quelle: www.tagesanzeiger.ch

Kostenlose Beratung

Robot

Unsere Berater wissen, welche Versicherungen Sie entsprechend Ihrer Lebenssituation benötigen und welche Anbieter Ihnen das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bieten. Wir helfen Ihnen, die passenden Versicherungen zu finden und zeigen Ihnen wieviel Geld Sie sparen können.

Aktuelle Seite: Home Medien-Berichte Krankenkasse Eine künstliche Beatmung für 46'704 Franken