Medien-Berichte http://www.myinsure.ch Wed, 16 Jan 2019 00:25:16 +0100 Joomla! - Open Source Content Management de-de Krankenkassen sollen Folgekosten von Schönheitsoperationen bezahlen http://www.myinsure.ch/index.php/medien-berichte/item/51-freiwillig-vorsorgen-zweite-oder-dritte-saeule http://www.myinsure.ch/index.php/medien-berichte/item/51-freiwillig-vorsorgen-zweite-oder-dritte-saeule Bundesrat Alain Berset stellt am Mittwoch in Bern seinen Plan vor. Foto: Gian Ehrenzeller (Keystone)

Führt eine Schönheitsoperation zu Komplikationen, sollen die Krankenkassen die Kosten für die Behandlung weiterhin bezahlen müssen. Die Gesundheitskommission des Ständerates (SGK) beantragt ihrem Rat eine Motion abzulehnen, die dies ändern möchte. Der Nationalrat hatte den Vorstoss von Ruth Humbel (CVP/AG) angenommen. Humbel verlangt, dass Folgekosten von nicht medizinisch indizierten kosmetischen Eingriffen von der Kassenpflicht ausgenommen werden.

Angesichts der Zunahme von Lifestyle-Eingriffen müssten klare Grenzen gezogen werden, argumentiert die CVP-Nationalrätin. Wer sich ein Gesichtslifting oder eine Nasenkorrektur machen lasse, sollte nicht nur für diesen Eingriff, sondern auch für die Folgekosten bei Komplikationen oder fehlerhaften Behandlungen selbst aufkommen müssen.

Die Gesundheitskommission des Ständerates sprach sich mit sieben zu vier Stimmen gegen den Vorstoss aus, wie die Parlamentsdienste am Freitag mitteilten. Aus Sicht der Mehrheit wäre in der Praxis schwierig zu belegen, dass ein schönheitschirurgischer Eingriff die Ursache für eine Behandlung sei.

Der Kommission geht es aber auch um Prinzipielles. Heute werde das Verschulden der versicherten Person für die Übernahme von Leistungen nicht berücksichtigt. Das Solidaritätsprinzip wolle sie nicht durchbrechen, hält die SGK fest. (whr/sda)

Quelle : watson.ch

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y.muhaxheri@myinsure.ch (MyInsure) Krankenkasse Fri, 16 May 2014 15:46:41 +0200
Widerstand gegen Qualitätszentrum http://www.myinsure.ch/index.php/medien-berichte/item/50-freiwillig-vorsorgen-zweite-oder-dritte-saeule http://www.myinsure.ch/index.php/medien-berichte/item/50-freiwillig-vorsorgen-zweite-oder-dritte-saeule Bundesrat Alain Berset stellt am Mittwoch in Bern seinen Plan vor. Foto: Gian Ehrenzeller (Keystone)

Mit einem nationalen Zentrum will Bundesrat Berset die Qualität im Gesundheitssystem verbessern. Die Spitäler und die Krankenkassen halten so etwas für unnötig.

Jeder zehnte Spitalpatient erleidet bei der Behandlung eine Schädigung durch medizinische Fehler. Aufgrund falscher Diagnosen und Medikationen sowie Infektionen in Spitälern sterben auch in der Schweiz mehr Menschen als durch Grippe, Aids und Verkehrsunfälle zusammen. Dies schätzt der Bundesrat gestützt auf internationale Studien. Gesundheitsminister Alain Berset will deshalb die Qualität im Gesundheitswesen verbessern. Ein nationales Zentrum soll für eine systematische Datenerhebung sorgen und Massnahmenpläne zur Qualitätsverbesserung ausarbeiten.

Gleichzeitig ist eine systematische Überprüfung medizinischer Leistungen auf Wirksamkeit geplant. Zwar wird dies schon heute gemacht, bevor Leistungen kassenpflichtig werden. Allerdings stehen laut Berset dafür nicht genügend Mittel zur Verfügung. Das Zentrum soll vor allem teure Behandlungen auf ihren Nutzen für die Patienten untersuchen.

Im neuen Qualitätszentrum dürften rund 30 Personen beschäftigt werden. Die Kosten schätzt der Bundesrat auf 32 Millionen Franken im Jahr. 22 Millionen sollen mit einem Zuschlag auf den Krankenkassenprämien von 3.50 Franken pro Jahr finanziert werden. Die restlichen 10 Millionen dienen der Über­prüfung medizinischer Leistungen und werden vom Bund aufgebracht. Das Zentrum soll nicht zur Bundesverwaltung gehören, sondern als öffentlich-rechtliche Anstalt seine Aufgabe unabhängig wahrnehmen können.

Wie schon gegen das geplante Institut zur Gesundheitsprävention erwächst Berset auch gegen das Qualitätszentrum beträchtlichen Widerstand. Krankenversicherer und Spitäler kritisieren, dass sich bereits heute Institutionen um die Patientensicherheit und Qualität kümmern. Aus Sicht des Spitalverbandes H+ braucht es deshalb kein Zentrum. Der Bund könne etwa die Stiftung für Patientensicherheit nutzen, sagt Verbands­direktor Bernhard Wegmüller. An dieser Stiftung seien die wichtigen Akteure beteiligt: Kantone, Spitäler, die Ärzteverbindung FMH und das Bundesamt für Gesundheit (BAG). Ein Bundeszentrum werde eine grössere Distanz zur Praxis und bei den involvierten Akteuren eine geringere Akzeptanz haben. Die Auswertung von Daten und das Ergreifen von Qualitätsmassnahmen seien heute wie auch künftig Sache des BAG.

Auch der Kassenverband Santésuisse hat grosse Vorbehalte. Qualitätsmassnahmen seien über die geltenden Tarife und Prämien bereits finanziert, sagt Santésuisse-Sprecher Paul Rhyn. Gegen eine Qualitätsverbesserung sei nichts einzuwenden, aber dagegen, dass der Bund das Heft in die Hand nehme. Die Kassen wollten partnerschaftliche Lösungen, wobei der Bund die Rahmen­bedingungen vorgeben könne. Felix Schneuwly, Gesundheitsexperte von Comparis, sieht die Kantone in der Pflicht, in den Spitälern die Qualitätsmassnahmen durchzusetzen und Qualitätsvergleiche unter Spitälern zu ermöglichen. Für diese seien die Kantone zuständig und nicht der Bund.

Laut Berset gibt es heute zwar Institutionen, die sich um Patientensicherheit und Qualität kümmern wie die Stiftung für Patientensicherheit und den Nationalen Verein für Qualitätsentwicklung in Spitälern und Kliniken (ANQ). Doch wie häufig im Gesundheitswesen fehle es an der Koordination.

Unabhängige Instanz nötig?
Doch im Parlament wird Bersets Qualitätszentrum im bürgerlichen Lager auf Widerstand stossen. CVP-Ständerat Urs Schwaller plädiert dafür, die Universitätsspitäler mit der Qualitätsprüfung zu beauftragen, statt ein neues Institut beim Bund aufzuziehen. Schwaller gehörte bereits zu den Gegnern des Präventionsinstituts, das am Widerstand des Ständerats scheiterte. CVP-Nationalrätin Ruth Humbel zweifelt ebenfalls am Nutzen eines Bundeszentrums. Präventionsmediziner und FDP-Ständerat Felix Gutzwiller gehört dagegen zu jenen Bürgerlichen, die Bersets Qualitätsoffensive begrüssen. Das Zentrum könne dafür sorgen, dass Qualitätsdaten umfassend erhoben, analysiert und publiziert würden. Dafür brauche es die nötigen finanziellen Mittel.

Unterstützung erhält Berset aus seiner Partei. Es brauche eine unabhängige Stelle, die Qualitätsdaten auswerte und die relevanten Fragen aufwerfe, sagt SP-Nationalrat Jean-François Steiert. Gremien, an denen Akteure wie die Spitäler, die Kantone oder Ärzte beteiligt seien, hätten nicht die nötige Unabhängigkeit.

Quelle : bazonline.ch

 

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y.muhaxheri@myinsure.ch (MyInsure) Krankenkasse Thu, 15 May 2014 13:55:47 +0200
Zu teure und zu viele Rechnungen - Der grosse Ärzte-Bschiss! http://www.myinsure.ch/index.php/medien-berichte/item/49-freiwillig-vorsorgen-zweite-oder-dritte-saeule http://www.myinsure.ch/index.php/medien-berichte/item/49-freiwillig-vorsorgen-zweite-oder-dritte-saeule Mit freiwilligen Einzahlungen in Säule-3a-Konten oder die Pensionskasse kann dem Pensionsalter ruhiger eingegengeblickt werden.

BERN - Für Patienten ohne Fachkenntnisse ist es praktisch unmöglich, die Leistungen eines Spitals zu überprüfen. Dies kann zu stark überteuerten Rechnungen führen. Jetzt werden massive Vorwürfe gegen die Ärzte laut.

Die Baselbieter Praxisassistentin Silvia Bachmann hat, was andere nicht haben: Fachkenntnisse. Deshalb fiel es ihr nach dem Tod ihrer Mutter auf, dass mit der Spital-Rechnung etwas nicht stimmen konnte.

Bachmann hatte auf der 60 Seiten langen Rechnung Leistungen, die mehrmals abgerechnet, aber nur einmal durchgeführt worden waren. So wurde etwa eine Magenspiegelung für 1680 Franken gleich viermal aufgelistet, wie der «Tages-Anzeiger» berichtet. Zudem war eine massiv überteuerte Leistung drauf: Eine künstliche Beatmung schlug mit 46'704 Franken zu Buche.

Damit nicht genug: Obwohl ihre Mutter zum fraglichen Zeitpunkt schon im Sterben lag, standen 43 Physiotherapie-Termine auf der Rechnung. Weshalb sollte ein Todgeweihter auf ein Leben nach dem Spitalaufenthalt vorbereitet werden?

Nur noch 86'943 statt 141'004 Franken
Die Krankenkasse schöpfte von sich aus keinen Verdacht und hätte die überteuerte Rechnung wohl anstandslos bezahlt. Doch Bachmann machte auf die Unregelmässigkeiten aufmerksam. Schliesslich erreichte man, dass der Spitalaufenthalt statt 141'004 nur noch 86'943 Franken kostete.

Auffallend: Die Verstorbene war privat versichert, und die Kürzungen betreffen nur die Zusatzversicherung. Krankenkassen-Experte Felix Schneuwly vom Internet-Vergleichsdienst Comparis erhebt schwere Vorwürfe. «Ich habe den Verdacht, dass gewisse Ärzte einfach mal probieren, ob sie zu viel abrechnen können, denn in der Regel wehrt sich niemand.»

Besonders bei der Zusatzversicherung lohne es sich für Belegärzte offenbar «zu optimieren, weil sie im Spital auf eigene Rechnung operieren», schreibt die «Basler Zeitung». Das Honorar gehe folglich nicht an die Klinik, sondern direkt an den rechnungstellenden Arzt.

Spitäler bestreiten Absicht
Schlamperei? Betrug? Das Spital bestreitet im vorliegenden Fall jegliche Absicht: «Das Universitätsspital Basel hat in der Rechnung zwei Fehler gemacht. Das tut uns sehr leid», heisst es bei der Pressestelle.

Bachmanns Mutter hatte bereits nach einem früheren Spitalbesuch eine massiv überteuerte Rechnung gekriegt. Das Kantonsspital Bruderholz stellte damals für einen dreitägigen Spitalaufenthalt 35'214 Franken in Rechnung. Die Krankenkasse bezahlte, ohne den Betrag näher unter die Lupe zu nehmen.

Weil Bachmann den Rechnungsbetrag als zu hoch erachtete, verlangte sie vom Spital eine detaillierte Auflistung – und fand heraus, wo der Hund begraben lag: die Kosten für eine Spritze beliefen sich auf das Zehntausendfache des eigentlichen Preises! Statt 2.75 standen 27'720 Franken auf der Rechnung ... Die Pressestelle macht auch hier einen «Fehler» geltend. (noo)

Quelle: blick.ch

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y.muhaxheri@myinsure.ch (MyInsure) Krankenkasse Thu, 15 May 2014 09:08:35 +0200
Die Gesundheit eines Schweizers kostet 709 Franken pro Monat http://www.myinsure.ch/index.php/medien-berichte/item/48-freiwillig-vorsorgen-zweite-oder-dritte-saeule http://www.myinsure.ch/index.php/medien-berichte/item/48-freiwillig-vorsorgen-zweite-oder-dritte-saeule Mit freiwilligen Einzahlungen in Säule-3a-Konten oder die Pensionskasse kann dem Pensionsalter ruhiger eingegengeblickt werden.

Die Gesundheitskosten haben in der Schweiz einen neuen Höchststand erreicht. Eine Aufschlüsselung, wer das alles finanziert.

11,5% betrug das Verhältnis der Gesundheitsausgaben zum Bruttoinlandprodukt in der Schweiz 2012. Das ist ein neuer Höchststand. 2011 waren es noch 11 Prozent gewesen.

68 Mrd.Franken kostete 2012 das Gesundheitswesen – 5,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Stark ins Gewicht fällt dabei das Wachstum der Spitalausgaben um 2,3 Milliarden.

Die Gesundheitsausgaben sind 2012 mit 5,3 Prozent überdurchschnittlich gewachsen.Im Mittel der letzten fünf Jahre wuchsen sie um 4,3 Prozent. Die Ausgaben stiegen gegenüber dem Vorjahr insbesondere in den Spitälern (+9,8%).

Wie in den vergangenen Jahren wurden vier Fünftel der 68,0 Milliarden Franken Gesundheitsausgaben durch die Grundversicherung nach KVG (35,8%), die privaten Haushalte (25,2%) und den Staat getragen (20,2%).

709 Franken wurden 2012 in der Schweiz im Gesundheitswesen monatlich pro Einwohner ausgegeben.

Und so setzen sich die 709 Franken zusammen:

254 Franken pro Person konnten mit Leistungen der obligatorischen Krankenversicherung gedeckt werden,

44 Franken durch die AHV, IV und die Unfallversicherungen,

32 Franken durch andere Träger der sozialen Sicherheit,

51 Franken mit Zusatzversicherungen,

143 Franken trug der Staat bei,

7 Franken wurden von privatrechtlichen Stiftungen finanziert.

So mussten die Haushalte, zusätzlich zu den Versicherungsprämien, einen Restbetrag von 178 Franken bezahlen.Dabei handelt es sich vor allem um Leistungen für Pflegeheime, Zahnarztleistungen sowie Kostenbeteiligungen an der Krankenversicherung.

Dies sind die Ergebnisse der neuesten provisorischen Zahlen des Bundesamts für Statistik (BFS) zu den Kosten des Gesundheitswesens.

Quelle: tagesanzeiger.ch

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y.muhaxheri@myinsure.ch (MyInsure) Krankenkasse Wed, 14 May 2014 13:36:02 +0200
Eine künstliche Beatmung für 46'704 Franken http://www.myinsure.ch/index.php/medien-berichte/item/47-freiwillig-vorsorgen-zweite-oder-dritte-saeule http://www.myinsure.ch/index.php/medien-berichte/item/47-freiwillig-vorsorgen-zweite-oder-dritte-saeule Mit freiwilligen Einzahlungen in Säule-3a-Konten oder die Pensionskasse kann dem Pensionsalter ruhiger eingegengeblickt werden.

Vertippt oder das System ausgenutzt? Dem Tagesanzeiger.ch/Newsnet liegen Spitalrechnungen vor, die – in einem Fall sogar 10'000-fach – zu hohe Beträge aufweisen. Doch damit nicht genug.

Sie hat eine Wut im Bauch: Silvia Bachmann, eine Baselbieterin, deren 68-jährige Mutter vor zwei Jahren nach einem komplizierten Eingriff im Basler Universitätsspital verstarb. Zwischenmenschlich sei einiges schiefgelaufen, sagt Bachmann. Doch wirklich wütend macht die Frau die Spitalrechnung, die sie nach dem Tod ihrer Mutter erhalten hat. Auf der Rechnung sind Leistungen aufgeführt, die nie erbracht worden sind.

Ich stolperte zuerst über das Wort Cholezystektomie», erzählt Bachmann, die als medizinische Praxisassistentin arbeitet und daher weiss, was das Wort bedeutet: eine Gallenblasenentfernung. «Meiner Mutter wurde nie die Gallenblase entfernt, und darum begann ich, die Rechnung genauer zu studieren.» Die Ärzte haben ihr später erklärt, dass es zwar keine Entfernung, aber eine Gallenblasenpunktion gegeben habe. Doch bei der Lektüre der 60-seitigen Rechnung tauchten noch andere seltsame Positionen auf. Doppelt berechnete Leistungen. Physio- und Ergotherapie-Sitzungen, die stattgefunden haben sollen, als die Patientin bereits palliativ betreut wurde. Es sei seltsam, dass man eine ­Patientin rehabilitieren wolle, die bereits im Sterben liege, sagt die Tochter. Sie habe zudem nie einen Physiotherapeuten bei ihrer Mutter gesehen.

Vierfach verrechnet
Silvia Bachmann protestierte bei der Krankenkasse CSS und verlangte, dass die Rechnung nicht bezahlt werde. Daraufhin veranlasste die Kasse eine genauere Prüfung und entdeckte mehrere Fehler. Diverse Leistungen sind doppelt und dreifach abgerechnet worden, obwohl sie nur einmal durchgeführt worden waren. Eine Magenspiegelung für 1680 Franken stand gleich viermal auf der Rechnung. Bei einer künstlichen Beatmung, die mit 46 704 Franken zu Buche schlug, hat man laut Spital «die Abrechnungsziffer falsch eingegeben». Die Position wurde gestrichen. Und da es für 43 Physiotherapie-Sitzungen keine schriftliche Dokumentation gab, wurden diese ebenfalls gestrichen.

Am Anfang hätte der Spitalaufenthalt 141 004 Franken gekostet. Nach den diversen Korrekturen schrumpfte der Betrag auf 86 943 Franken, mehr als ein Drittel weniger als zu Beginn. Auffallend ist, dass die Kürzungen nur die Zusatzversicherung betreffen: Ursula Bachmann war privat versichert. Hat hier jemand versucht, sich auf Kosten der Privatversicherung zu bereichern? Das bestreitet das Spital vehement. «Das Universitätsspital Basel hat in der Rechnung zwei Fehler gemacht. Das tut uns sehr leid», heisst es bei der Pressestelle. Und weiter: «Gegen einen Vorwurf, dass Leistungen wissentlich nicht korrekt abgerechnet werden, wehren wir uns entschieden.»

Tatsache ist, dass es im Gesundheitssystem eine Schwachstelle gibt, die ausgenutzt werden kann: Die meisten Patienten schauen die Rechnungen nicht an oder verstehen die komplizierten Auflistungen nicht. Die Krankenkassen wiederum haben nicht die Mittel, um alle Rechnungen im Detail zu prüfen. «Der Kontrollaufwand ist meist teurer als das, was allenfalls eingespart werden könnte», sagt Felix Schneuwly, der Krankenkassenexperte des Internet-Vergleichsdienstes Comparis. Patienten mit zu wenig Wissen, Kassen mit zu wenig Mitteln: In diesem Graubereich gibt es Platz für Fehler und Betrug.

Was für krasse Fehler vom automatischen Kontrollsystem der Kassen nicht entdeckt werden, zeigt eine zweite Rechnung von Silvia Bachmann. 2009 musste ihre Mutter wegen einer Gefässverengung operiert werden, diesmal im Kantonsspital Bruderholz. Drei Tage lag die Frau im Spital. Die Kosten: 35 214 Franken. «Wir sahen den Betrag erst, als die Krankenkasse die Rechnung bereits bezahlt hatte», sagt Bachmann. Sie hielt die Rechnung für zu hoch und besorgte sich beim Spital eine detaillierte Auflistung der Leistungen. Da entdeckte sie, dass die Injektion eines Kontrastmittels 27 720 Franken kostete – statt lediglich 2.75 Franken. Das Bruderholzspital erklärt heute, dass beim Erfassen der Rechnung der Faktor falsch eingegeben worden sei. 10 000-mal zu hoch. «Der Fehler wurde festgestellt, und unmittelbar danach kam es selbstverständlich auch zu einer Refakturierung», schreibt die Pressestelle.

Massive Interessen
Bleibt die Tatsache, dass die Krankenkasse den Fehler übersehen hat und 27 000 Franken zu viel bezahlt hätte, wenn die aufmerksame Tochter nicht interveniert hätte. Krankenkassenexperte Felix Schneuwly ist nicht überrascht. «Ich höre immer wieder von zu hohen Spitalrechnungen, die erst bei einer Patientenreklamation gekürzt werden, manchmal gar um die Hälfte des Betrags.» Die Frage ist: Sind die zu hohen Beträge tatsächlich das Resultat menschlicher Fehler, wie die Spitäler sagen? Schneuwly glaubt das nicht: «Ich habe den Verdacht, dass gewisse Ärzte einfach mal probieren, ob sie zu viel abrechnen können, denn in der Regel wehrt sich niemand.» Man dürfe nicht vergessen, dass es um massive wirtschaftliche Interessen gehe. «Dadurch kommt es zwangsläufig auch zu Fehl­anreizen», sagt Schneuwly.

Ein Arzt in einem Basler Spital sagt, dass bestimmte Chirurgen gerade bei Privatpatienten versuchten, mehr Geld zu verdienen. «Es fällt auf, dass manche Kollegen bei Privatpatienten eher sinnlose Operationen durchführen und Privatpatienten eher operiert werden als Allgemeinversicherte mit der gleichen Diagnose.» Leitende Ärzte stünden teilweise nur zum Abrechnen als Operateur auf dem OP-Bericht drauf, obwohl sie nie mitoperiert hätten. Zudem herrsche im System der Zusatzversicherungen ein Wildwuchs an Preisen, welcher die Kontrollen zusätzlich schwierig mache. Laut den Aussagen des Arztes, der nicht mit Namen genannt werden möchte, kann ein Chirurg für das Einsetzen einer Knieprothese im Basler Merian-Iselin-Spital 15 000 Franken in Rechnung stellen. Im Bruderholz-Spital macht er genau dieselbe Arbeit für nur 4500 Franken.

Sind die Krankenkassen zu wenig streng beim Prüfen und Verhandeln? Treiben hier gierige Ärzte die Kosten des Gesundheitssystems in die Höhe? Bei der Krankenkasse CSS ist man überzeugt, dass alles mit rechten Dingen zu­- und hergeht. «Ein Spital kann es sich fast nicht leisten, systematisch zu betrügen», sagt Stefan Wülser, der Chef der Leistungsabrechnung bei der CSS. Die entdeckten Fehler seien meist durch technische Probleme oder menschliches Versagen entstanden. Eine einzelne Position könne zwar versehentlich doppelt gebucht werden. «Wenn wir jedoch vermehrt Fehler entdecken, dann setzen wir uns mit dem betreffenden Spital an einen Tisch und analysieren das», sagt Wülser.

Laie soll Rechnung verstehen

Beim Universitätsspital Basel hat es im letzten Jahr laut der CSS tatsächlich eine Häufung von Fällen gegeben, bei denen Leistungen doppelt abgerechnet worden sind. Das Spital sagt dazu: «Eine Untersuchung ist einem Verdacht nachgegangen, dass Fälle von Vorhofflimmern und Vorhofflattern doppelt berechnet wurden.» Dieser Verdacht habe sich jedoch nicht bestätigt.

Um falsche Rechnungen zu verhindern, fordert Felix Schneuwly mehr Kontakt zwischen Krankenkassen und Patienten. Die Rechnungen sollten verständlicher werden, damit Laien sie überprüfen könnten. Zumindest im ambulanten Bereich stellen die Kassen Verbesserungen in Aussicht. «Bei der anstehenden Gesamtrevision des Tarifwerks Tarmed streben wir an, die Rechnungen verständlicher zu machen», sagt Paul Rhyn vom Dachverband Santésuisse.

Quelle: www.tagesanzeiger.ch

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y.muhaxheri@myinsure.ch (MyInsure) Krankenkasse Wed, 14 May 2014 13:23:46 +0200
Schweizer Patienten sollen 300 Millionen zu viel bezahlen http://www.myinsure.ch/index.php/medien-berichte/item/46-schweizer-patienten-sollen-300-millionen-zu-viel-bezahlen http://www.myinsure.ch/index.php/medien-berichte/item/46-schweizer-patienten-sollen-300-millionen-zu-viel-bezahlen Es gebe in der Schweiz keinen Mechanismus dafür, dass die Rabatte auf Medikamente weitergegeben würden, kritisiert der Krankenkassenverband Santésuisse. Bild: Keystone

Wenn Spitäler, Ärzte oder Apotheker Rabatte auf Medikamente erhalten, gäben sie diese den Versicherten oft nicht weiter, sagen die Krankenkassen. Die betroffenen Verbände widersprechen.

Weil Rabatte auf Medikamente nicht weitergegeben würden, blieben den Versicherten jährlich rund 200 Millionen Franken vorenthalten, teilte der Vergleichsdienst Comparis am Donnerstag mit. Der Krankenkassenverband Santésuisse schätzt sogar, dass rund 300 Millionen Franken an Medikamentenrabatten bei Ärzten, Spitälern und Apotheken «versickern», wie Mediensprecher Paul Rhyn auf Anfrage sagte.

Für diese Schätzung stützt sich der Verband unter anderem auf die Differenz zwischen den von der Pharmaindustrie publizierten Zahlen und den Kosten, die über die Krankenkassen abgerechnet werden. «Die Situation ist unbefriedigend», sagte Rhyn. Es gebe keinen Mechanismus dafür, dass diese Rabatte weitergegeben würden.

Die Versicherer und Versicherten haben zwar das Recht, bei den Leistungserbringern die Offenlegung und die Rückerstattung von allfälligen Vergünstigungen zu verlangen, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) schreibt. Doch das ist laut Santésuisse in der Praxis kaum möglich, da die Krankenkassen keine Informationen darüber haben, wo überhaupt Rabatte gewährt werden.

Rabatte werden weitergegeben
Vor allem die Spitäler würden abkassieren, schreibt Comparis. Der Spitalverband H widerspricht: «Die Spitäler geben die Rabatte im stationären Bereich vollumfänglich an Versicherer und Kantone weiter», schreibt H in einer Stellungnahme. Im ambulanten Bereich werde die Weitergabe der Rabatte zwischen dem Spital und den Versicherungen vertraglich ausgehandelt, «also ebenfalls weitergegeben an die Versicherer und Selbstzahler».

Auch der Ärzteverband FMH wehrt sich gegen den Vorwurf, Ärzte würden Rabatte einfach in die eigene Tasche stecken. «Wir können die Behauptung von Comparis nicht beurteilen, da wir dazu keine Zahlen haben», sagte FMH-Präsident Jürg Schlup. Laut der FMH werden Rabatte im ambulanten Bereich jedoch einerseits über Ärztenetze an die Patienten weitergegeben, andererseits in Projekte zur Qualitätssicherung «zugunsten der Patienten» investiert. So ist es in Vereinbarungen mit den Krankenversicherern festgehalten.

Der Präsident des Apothekerverbands Pharmasuisse, Dominique Jordan, sagt ebenfalls, dass ein Teil der Rabatte sehr wohl weitergegeben werde. «Die Apotheken gewähren den Krankenkassen seit 2001 2,5 Prozent Rabatt auf alle Medikamente, die auf der Spezialitätenliste stehen - unabhängig davon, ob sie selbst beim Einkauf einen Rabatt erhalten haben. Letztes Jahr waren dies 50 Millionen Franken», sagt er.

Krankenkassen fordern Systemänderung
Santésuisse und Comparis fordern jedoch eine Änderung des Systems: Eine Hälfte des Rabatts soll an die Patienten weitergegeben werden müssen, die andere Hälfte beim Leistungserbringer bleiben. «Wenn der ganze Rabatt an die Patienten weitergegeben würde, bestünde für den Leistungserbringer kein Anreiz mehr, sich für Rabatte einzusetzen – und das könnte zu steigenden Preisen führen», sagt Rhyn.

Beim Bund gibt es im Moment jedoch keine Bestrebungen, das System zu ändern, wie das BAG mitteilt. (ldc/sda)

Quelle : www.tagesanzeiger.ch

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y.muhaxheri@myinsure.ch (MyInsure) Krankenkasse Wed, 14 May 2014 11:35:17 +0200
Freiwillig vorsorgen: Zweite oder dritte Säule? http://www.myinsure.ch/index.php/medien-berichte/item/45-freiwillig-vorsorgen-zweite-oder-dritte-saeule http://www.myinsure.ch/index.php/medien-berichte/item/45-freiwillig-vorsorgen-zweite-oder-dritte-saeule Mit freiwilligen Einzahlungen in Säule-3a-Konten oder die Pensionskasse kann dem Pensionsalter ruhiger eingegengeblickt werden.

Bei der freien, gebundenen Vorsorge besteht die Wahl zwischen der Säule 3a oder einem zusätzlichen Einkauf in die Pensionskasse. Ein genauer Vergleich kann sich lohnen. cash stellt die beiden Möglichkeiten einander gegenüber und sagt, welche Punkte besonders zu beachten sind.

Von Daniel Dubach

Die freiwillige Vorsorge wird zunehmend wichtig, um sich dereinst ein finanziell sorgenfreies Rentenalter zu sichern. Denn die zunehmende Alterung der Bevölkerung bringt die Rentenleistungen aus der AHV und der Pensionskasse  unter Druck. Um den Lebensstandard im dritten Lebensabschnitt zu halten, gibt es deshalb neben dem gesetzlich vorgegebenen Zwangssparen in der ersten und zweiten Säule in der Schweiz eine gut ausgebaute, freiwillige Vorsorge.

Wer nach Abzug aller Lebenshaltungskosten Spargelder übrig hat, wählt am besten den Weg über die gebundene Vorsorge. Das freiwillig angesparte Geld ist dann zwar mit Ausnahmen bis zum Zeitpunkt der Pensionierung für andere Verwendungszwecke gesperrt (deshalb „gebundene“ Vorsorge), dafür gewährt der Staat interessante Steuervorteile.

Oft denkt man bei der steuerbegünstigten Vorsorge aber nur an die Säule 3a und vergisst, dass man als Alternative auch freiwillige Beiträge an seine Pensionskasse leisten könnte. Der positive Effekt auf die Steuerrechnung ist in beiden Fällen identisch: Der ganze Einzahlungsbetrag ist in der Steuererklärung voll abzugsfähig, die Zinserträge sind steuerfrei und das angesparte Vermögen muss nicht aufgeführt werden.

Es lohnt sich aber aus weiteren Gründen, einen genaueren Vergleich zwischen den zwei Alternativen vorzunehmen. Denn je nach individueller Situation und bestehender Pensionskassenlösung kann es gute Gründe geben, auch eine freiwillige Einzahlung in die Pensionskasse zu tätigen. Nachfolgende, tabellarische Übersicht vergleicht die Säule 3a mit freiwilligen Einzahlungen in die Pensionskasse hinsichtlich wichtiger Kriterien, die mit der jeweiligen gebundenen Vorsorge zu beachten sind:

Vergleich Säule 3a mit freiwilligen Einzahlungen in die Pensionskasse

Kriterium

Säule 3a

Freiwilliger Pensionskassen-Einkauf

Positiver Steuereffekt

ja

ja

Mögliche Anlageformen

Sparkonto oder Mischportfolio mit Wertschriften

Nur Mischportfolio mit Wertschriften

Verzinsung

Vorzugszins auf Sparkonto

Mindestzinsgarantie zumindest auf obligatorischem Teil

Versicherungsleistungen bei Tod und Invalidität

Nur mittels 3a-Versicherungspolice

Ja, wenn im PK-Reglement so vorgesehen

Bezug bei Pensionierung

nur Kapital möglich

Kapital oder Rente

Teil(vor)bezug  vor 64/65; Staffelung

Ja, frühestens 5 Jahre vor regulärem AHV-Alter

Ja, Staffelung gemäss PK-Reglement

Auszahlung nach 64/65

Ja, sofern noch erwerbstätig

Ja, sofern im PK-Reglement so vorgesehen

Regelung Todesfall

Auszahlung an Erben

Auszahlung an Erben nur wenn im PK-Reglement vorgesehen

Einzahlungsbetrag

max. 6‘739.- für 2014

Gemäss Einkaufs-Potential-berechnung der Pensionskasse

 

Bezüglich Anlageformen bietet die Säule 3a ein Sparkonto und meist mehrere Wertschriftenlösungen. Da die Pensionskasse keine Bank ist, kann sie keine Sparkontolösung anbieten. Man investiert das Geld gemäss der Anlagestrategie, wie sie vom Stiftungsrat festgelegt wird. In seltenen Fällen – jedoch nur im überobligatorischen Bereich bei höheren Einkommen – gibt es Anlagewahlpläne mit mehr oder weniger Aktienanteil.

Absicherung gegen Verluste

Sehr interessant ist jedoch, dass die Pensionskasse von Gesetzes wegen trotz Wertschriftenanlagen einen Mindestzins garantiert. Dieser ist vom Bundesrat für 2014 auf 1.75% festgelegt. Selbst wenn die Börse abstürzen sollte, erhält man auf seinem Pensionskassengeld dennoch den Mindestzins. Demgegenüber bieten nur wenige Banken bei ihren 3a-Sparkontolösungen einen so hohen Vorzugszins. Die Pensionskasse kann den Mindestzins zwar im überobligatorischen Teil kürzen, was sie üblicherweise aber nur in Sanierungsfällen tut. Das freiwillig einbezahlte Pensionskassengeld profitiert also von steigenden Aktienmärkten, ohne das Verlustrisiko voll tragen zu müssen.

Bei der Säule 3a lässt sich auch ein zusätzlicher Versicherungsschutz für den Invaliditäts- und Todesfall einbauen, sofern man eine 3a-Police bei einer Versicherungsgesellschaft kauft. Generell ist dies aber nur dann sinnvoll, wenn der Versicherungsschutz tatsächlich notwendig ist, was meist mit der Pensionskasse und separaten Versicherungen bereits abgedeckt ist. Es gibt aber Pensionskassen, bei welchen freiwillige Einlagen auch die Leistungen bei Tod oder Invalidität erhöhen, was im Vergleich zur 3a-Lösung quasi einer Gratis-Versicherung gleichkommt. Ob dies so ist, sollte bei der eigenen Pensionskasse abgeklärt werden.

Flexibilität beim Bezug

Pensionskassen müssen heute auf Wunsch des Versicherten mindestens 50% des vorhandenen Geldes in Kapitalform auszahlen, wobei viele Kassen dazu übergegangen sind, bis zu 100% zuzulassen. Bei der Pensionskasse besteht also die Möglichkeit, sich eine lebenslange Rente auszahlen zu lassen oder Kapital zu beziehen, während in der Säule 3a lediglich der Kapitalbezug möglich ist. Je stärker man auf die Sicherung des Lebensstandards angewiesen ist, desto wichtiger wird die Möglichkeit, auf sicher eine fixe Rente zu beziehen, was wiederum heisst, dass eine freiwillige Einzahlung in die Pensionskasse vorzuziehen ist.

Wenn man sein Geld früher oder später als mit 65 beziehen will (64 bei Frauen), so kennt die Säule 3a eine flexible, gesetzliche Regelung. Man kann das 3a-Geld frühestens 5 Jahre vor Pensionierung beziehen und sofern man noch erwerbstätig ist, es bis maximal fünf Jahre nach der Pensionierung aufschieben. Gestaffelte Bezüge über mehrere Jahre verteilt sind aus steuerlicher Sicht sehr sinnvoll. Bei der Pensionskasse hängt die Flexibilität stark davon ab, was im Reglement genau vorgesehen ist, weshalb dieser Punkt mit der Kasse genau besprochen werden muss (Rentenkürzung bei Frühpensionierung, allfällige Überbrückungsrente, Anmeldefrist etc.).

Zu beachten ist im Falle freiwilliger PK-Einlagen, was mit diesen Geldern im Todesfall des Versicherten passiert. Bei fortschrittlichen Pensionskassen werden freiwillig eingebrachte Einlagen wie in der Säule 3a gemäss gesetzlicher Erbfolge an die Hinterbliebenen ausbezahlt. Man sollte bei der Pensionskasse genau abklären, ob dies auch so ist oder das Geld in diesem Fall bei der Kasse bleibt.

Beschränkung der Einlagesumme

Ein grosser Unterschied ergibt sich im Vergleich zwischen der Säule 3a und der Pensionskassenlösung bezüglich des maximal möglichen Einzahlungsbetrags. So ist dieser bei Personen mit Pensionskasse in der Säule 3a auf aktuell 6‘739.- begrenzt. Der Höchstbetrag für freiwillige Einzahlungen in die Pensionskasse hängt  demgegenüber von Alter, versichertem Lohn und bereits vorhandenem Sparguthaben ab. Die Pensionskasse berechnet auf Anfrage das maximal mögliche Einkaufspotential, das üblicherweise bedeutend höher ist als Einzahlungen in die Säule 3a.

Alternativen genau prüfen lohnt sich

Als wichtige Regel gilt: Wer die Vorteile der freiwilligen, gebundenen Vorsorge voll ausschöpfen will, prüft mit Vorteil auch die Möglichkeiten, die seine Pensionskasse bietet. Stellt sich heraus, dass diese attraktive Regelungen wie flexible Pensionierungsbedingungen, weitgehend freie Wahl zwischen Rente und Kapital oder gar verbesserte Versicherungsleistungen bietet, sind freiwillige Einlagen in die Pensionskasse der Säule 3a gar vorzuziehen. Insbesondere für Kaderangestellte mit höheren Einkommen sind solche Einlagen zusätzlich zur Säule 3a sehr empfehlenswert. 

Lediglich einer Gefahr sollte man sich bei Pensionskassen immer bewusst sein: Sollte die Kasse in eine Unterdeckung fallen und eine Teilliquidation nötig werden (beispielsweise weil die Firma mehr als 10 Prozent des Personals entlassen muss), wird das Freizügigkeitskapital gekürzt und damit auch die freiwillig eingebrachten Gelder.

Quelle: cash.ch

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y.muhaxheri@myinsure.ch (MyInsure) Vorsorge Mon, 24 Feb 2014 10:09:28 +0100
Schwarze Liste über säumige Prämienzahler http://www.myinsure.ch/index.php/medien-berichte/item/43-schwarze-liste-ueber-saeumige-praemienzahler http://www.myinsure.ch/index.php/medien-berichte/item/43-schwarze-liste-ueber-saeumige-praemienzahler

KRANKENKASSEN ⋅ Im Kanton Aargau soll eine schwarze Liste über säumige Krankenkassen-Prämienzahler eingeführt werden. Die Regierung hat dem Parlament die Botschaft für die notwendige Gesetzesrevision vorgelegt. Sie rechnet mit Einsparungen von einer halben Millionen Franken pro Jahr.

Säumige Prämienzahler sollen mit einem Leistungsaufschub belegt werden. Einzig bei Notfällen soll die öffentliche Hand die Kosten bezahlen. Das sieht die Teilrevision des Einführungsgesetzes zum Bundesgesetz über die Krankenversicherung vor.

Mit dem am Freitag veröffentlichten Entwurf erfüllt die Regierung eine Forderung der bürgerlichen Mehrheit des Parlamentes. Mit der ab 2015 geführten Liste soll die Zahlungsmoral verbessert werden.

Einblick in die Liste sollen die Leistungserbringer, die Gemeinden für ihre Einwohnenden und der Kanton erhalten. Bezüger von Sozialhilfe und Ergänzungsleistungen sowie Kinder und Jugendliche werden gemäss Entwurf nicht auf die Säumigenliste gesetzt.

Aargau zahlte 2012 rund 8 Millionen Franken

Im Aargau beliefen sich 2012 die ausgewiesenen Forderungen aus Krankenkassenausständen auf 9,5 Millionen Franken. Davon musste der Kanton 85 Prozent, also rund 8 Millionen Franken, übernehmen. Der Regierungsrat rechnet damit, dass der Kanton wegen der schwarzen Liste eine halbe Millionen Franken weniger bezahlen muss.

Per Anfang 2012 war das System des Leistungsaufschubs bei fälligen Krankenkassenausständen aufgehoben worden. Im Bundesgesetz über die Krankenversicherung wurde denen Kanton dafür die Möglichkeit gegeben, eine schwarze Liste einzuführen.

Grundsätzlich sind die Kantone verpflichtet, 85 Prozent der Gesamtforderungen aus der obligatorischen Grundversicherung zu übernehmen, die zur Ausstellung eines Verlustscheins führten.

Mehrere Kantone führen bereits Listen

Als erster Kanton setzte der Thurgau auf Säumigenliste. Auch die Kantone Solothurn und Luzern kennen seit 2012 solche Listen. Im Kanton Solothurn sind 500 Personen auf der Liste eingetragen, im Kanton Luzern 4800 Personen.

Im Kanton Schwyz lehnte das Parlament die Einführung einer Liste ab. Der administrative Aufwand sei zu hoch und bringe finanziell wenig, hiess es.

QUELLE: luzernerzeitung 

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y.muhaxheri@myinsure.ch (MyInsure) Krankenkasse Sat, 15 Feb 2014 12:00:30 +0100
Hohe Systemwechsel-Kosten Wenn sechzig Krankenkassen sterben http://www.myinsure.ch/index.php/medien-berichte/item/41-hohe-systemwechsel-kosten-wenn-sechzig-krankenkassen-sterben http://www.myinsure.ch/index.php/medien-berichte/item/41-hohe-systemwechsel-kosten-wenn-sechzig-krankenkassen-sterben Hohe Systemwechsel-Kosten      Wenn sechzig Krankenkassen sterben

Der Systemwechsel zu einer staatlichen Einheitskrankenkasse würde 1,6 bis 2,2 Mrd. Fr. kosten. Das sagt eine Studie im Auftrag von Gegnern der Einheitskasseninitiative. Entscheidend ist, welche Effekte den Wechselkosten gegenüberstehen.

Hansueli Schöchli

Studien über ökonomische Folgen geforderter Reformen gehören zum Inventar politischer Auseinandersetzung. Das gilt auch für die Debatte über die SP-Volksinitiative zur staatlichen Einheitskrankenkasse. Diesen Frühling publizierte die SP das Papier einer Gesundheitsökonomin, welches im Systemwechsel via Wegfall von Akquisitions-, Werbe- und Verwaltungskosten ein kurzfristiges Einsparpotenzial von 300 bis 350 Mio. Fr. pro Jahr ortete. Darüber hinaus beruhte das Papier aber vor allem auf dem Prinzip Hoffnung – wonach eine staatliche Einheitskasse effizienter wäre und mehr in kostensparendes Fall-Management der teuersten Patienten investieren würde, als dies die jetzigen Krankenkassen tun. Ebenso gut liesse sich das Gegenteil behaupten.

Unbestritten dürfte dagegen sein, dass der von der Initiative geforderte Systemwechsel zunächst wie jeder Systemwechsel Kosten verursacht. Wie hoch diese Wechselkosten ausfallen, wollten Gegner der Initiative errechnen lassen. Die Alliance Santé, ein Verbund von Politikern, Vertretern des Gesundheitswesens und Ökonomen zur Bekämpfung der Einheitskasseninitiative, beauftragte deshalb das Winterthurer Institut für Gesundheitsökonomie mit einer Studie dazu. Das Papier veranschlagt die Kosten des Systemwechsels von zuletzt gut 60 Krankenkassen (in rund 40 Unternehmensgruppen) zu einem Einheitsvehikel auf 1,6 bis 2,2 Mrd. Fr. Die Rechnung beruht auf einem Szenario mit einem zentralen Hauptsitz für die nationale Kasse und 26 zugehörigen kantonalen Agenturen.

Ein solcher Systemwechsel wäre laut dem Papier erst nach etwa 10 Jahren abgeschlossen. Gegen 60% der Wechselkosten entfielen gemäss der Studie auf die Notwendigkeit einer vorübergehenden Doppelstruktur mit dem im Aufbau befindlichen Staatsvehikel und den bestehenden Kassen – die den Betrieb weiterführen müssten, bis das neue Institut bereit ist, und auch nach dem Start der Einheitskasse noch längere Zeit offene Rechnungen begleichen müssten.

Die wichtigsten Posten in Bezug auf die Kostenarten sind laut dem Papier die Informatik (den Datentransfer von Dutzenden unterschiedlicher Systeme der bestehenden Kassen auf das neue Institut erachten Experten laut dem Papier als zu komplex), das Projektmanagement und das Personal. Die Kosten beim Personal betreffen nicht nur den Abbau und die vorübergehenden Doppelspurigkeiten, sondern auch regionale Verschiebungen. Gemäss dem Papier dürften Kantone wie Zürich, Bern, Waadt und Wallis Personal verlieren, während Orte wie Genf, Aargau und St. Gallen zusätzliche Arbeitsplätze erhielten.

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Wegen des Zwangs zu Doppelstrukturen und der geografischen Verschiebungen könnte das neue Institut laut dem Papier die Gebäude und Betriebseinrichtungen der bestehenden Kassen nicht verwenden und müsste eigene Standorte aufbauen.

Die bestehenden Krankenkassen zählten in der Grundversicherung im vergangenen Jahr rund 10 300 Stellen (umgerechnet auf Vollzeitstellen). Die Studie unterstellt ohne tiefgründige Überlegungen, dass alle Aussen- und Innendienstmitarbeiter der Vertriebsagenturen ersatzlos abgebaut würden, sonst aber der Personalbedarf unverändert bliebe, womit die neue Kasse etwa 7500 Stellen zählen würde. Für die Beurteilung der Systemwechselkosten ist der Personalbedarf des neuen Instituts nicht entscheidend. Für den Vergleich der regulären Betriebskosten zwischen altem und neuem System will Alliance Santé eine weitere Untersuchung in Auftrag geben.

Die Suche nach dem Nutzen

Die Schätzung der Wechselkosten beruht auf verschiedensten unsicheren Annahmen und ist deshalb nur als mögliche Grössenordnung zu sehen. Die genannte Grössenordnung entspricht etwa 7 bis 9% des gesamten jährlichen Prämienvolumens in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (rund 24 Mrd. Fr. für 2011). Das wäre somit ein bedeutender Posten. Entscheidend ist letztlich die Frage, welche Effekte in einem System mit Einheitskasse diesen einmaligen Wechselkosten gegenüberstünden. Der Wegfall von Kosten für das Marketing und für gewisse Kassenwechsel von Versicherten wäre nur einer von vielen möglichen Wirkungen – und längst nicht der bedeutendste.

Einfluss des Risikoausgleichs

Ein Papier des Winterthurer Instituts für Gesundheitsökonomie von 2011 hatte auf die Frage, ob positive oder negative Effekte eines Systemwechsels überwiegen würden, keine klare Antwort geliefert. Tendenz jener Studie: Je besser der Risikoausgleich zwischen den Krankenkassen ausgestaltet ist, desto eher kommen die Vorteile des Wettbewerbs zum Tragen – indem sich die Kassen weniger auf die volkswirtschaftlich unergiebige Jagd nach «guten Risiken» konzentrieren, sondern mehr auf Wünschbares wie innovative Managed-Care-Modelle, Servicequalität und Kostenmanagement. Eine weitere Verfeinerung des Risikoausgleichs ist derzeit im Parlament in Diskussion.

QUELLE: nzz.ch

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y.muhaxheri@myinsure.ch (MyInsure) Krankenkasse Fri, 30 Aug 2013 11:55:11 +0200
Einheitskasse könnte 2,15 Milliarden kosten http://www.myinsure.ch/index.php/medien-berichte/item/40-einheitskasse-koennte-2-15-milliarden-kosten http://www.myinsure.ch/index.php/medien-berichte/item/40-einheitskasse-koennte-2-15-milliarden-kosten Einheitskasse könnte 2,15 Milliarden kosten

Eine Studie rechnet vor, dass die Systemumstellung auf eine öffentliche Krankenkasse bis über 2 Milliarden kosten könnte. Die Initianten bestreiten diese Einschätzung.

Ein Wechsel vom heutigen Krankenkassensystem zu einer Einheitskasse würde zwischen 1,56 und 2,15 Milliarden Franken verschlingen. Das zeigt eine von Alliance Santé in Auftrag gegebene Studie. Die Initianten der Volksinitiative «für eine öffentliche Krankenkasse» sprechen von unrealistischen Zahlen.

Die Einheitskassen-Gegner hingegen sehen sich mit den Studienergebnissen bestätigt: «Wir bezahlen viel Geld für einen Systemwechsel, der uns nur Nachteile bringt», lässt sich 

Urs Schwaller

CVP-Ständerat und Co-Präsident von Alliance Santé, in einer Mitteilung vom Donnerstag zitieren.

Alliance Santé ist ein Zusammenschluss von Politikern, den Krankenkassenverbänden Santésuisse und Curafutura sowie dem Wirtschaftsdachverband Economiesuisse, der gegen die Einheitskasse kämpft. Das in der Studie herangezogene Szenario sieht vor, dass die heute rund 60 privatwirtschaftlich geführten Krankenkassen in der Schweiz einer öffentlich-rechtlichen Organisation Platz machen. Diese wäre zentral gesteuert, mit 26 kantonalen Agenturen. Die Kosten dieses Systemwechsels wurden nun erstmals geschätzt. Erstellt wurden die Berechnungen vom Winterthurer Institut für Gesundheitsökonomie an der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften (ZHAW).

Die Umstellungskosten werden in der Studie in verschiedene Teilbereiche unterteilt: Der Abbau der alten Krankenkassen, die Überführung von Ressourcen vom bestehenden System, der Aufbau der neuen Einheitskasse sowie die vorübergehend parallel benötigten Systeme und Ressourcen.

Der Hauptanteil der Systemwechselkosten entfällt gemäss der Studie mit 1,02 Milliarden oder 58 Prozent der Gesamtkosten auf Parallelstrukturen. Da die Dauer von der Projektierung bis zur Umsetzung der Einheitskasse auf rund zehn Jahre geschätzt wird, entstünden zwangsläufig Doppelspurigkeiten - in verschiedenen Teilbereichen.

Einerseits müsste die neue Kasse aufgebaut, andererseits die «alten» Kassen weiterhin funktionieren, bis die neue Organisation vollständig funktionstüchtig ist.

Die Abbaukosten der alten Kassen werden mit 311 Millionen Franken beziffert, die Aufbaukosten der neuen Kassen mit 360 Millionen Franken. Die Kosten aus der Überführung machen mit 59 Millionen Franken den kleinsten Teil aus. Dazu gehören etwa neue Arbeitsverträge, Entschädigungen und Ausbildungs- und Umschulungskosten.

Personal muss umziehen

Ein Systemwechsel würde aber nicht nur Kosten verursachen, schreiben die Studienautoren, sondern hätte auch Auswirkungen auf das Personal. Derzeit arbeiten rund 12'500 Menschen im heutigen Mehrkassensystem.

Zwar bliebe die Zahl der Mitarbeiter in etwa gleich, allerdings würde sich die Verteilung des Personals nach der Bevölkerungszahl pro Kanton richten. Demnach müssten rund 5000 Personen den Arbeitskanton wechseln, folgern die Studienautoren. Ein Beispiel: Der Kanton St. Gallen benötigte gemäss den Berechnungen 335 zusätzliche Mitarbeiter, der Kanton Bern hätte 276 zu viel.

«Kosten in drei Jahren amortisiert»

In der Studie nicht berücksichtigt wurden die weiteren möglichen volkswirtschaftlichen Kosten durch den Verlust an Effizienz oder Servicequalität aufgrund des fehlenden Wettbewerbs, heisst es weiter. Von solchen Kosten gehen die Wissenschaftler indes aus.

Die Initianten der Einheitskasse winken ab. Das heutige System sei ja ohnehin zu teuer und müsse in den nächsten Jahren harmonisiert werden, sagte der Freiburger SP-Nationalrat  - er ist Mitglied des Initiativkomitees - der Nachrichtenagentur SDA. Die publizierten Kostenschätzungen seien zudem «unrealistisch».

Und auch wenn die Kosten eine Milliarde Franken betragen würden, seien sie in drei Jahren amortisiert, sagte Steiert. Im Frühjahr präsentierten die Initianten ihre Kostenschätzung. Demnach können durch Werbe-, Marketing- und Provisionskosten kurzfristig pro Jahr 300 bis 350 Millionen Franken eingespart werden, wie es damals hiess.

Für die grüne Nationalrätin und Ärztin Yvonne Gilli, die im Initiativkomitee sitzt, handelt es sich beim Bericht von Alliance Santé um ein Gefälligkeitsgutachten: «Die Krankenkassen ziehen alle Register, um die Einheitskasse zu bekämpfen – das ist ein weiterer Beweis dafür, wie viel Angst sie haben.»

Gilli bestreitet nicht, dass der Umbau in eine Einheitskasse kosten werde: «Um neue Strukturen zu schaffen, braucht es Leute und Zeit.» Doch für die Initianten stünden nicht die finanziellen Aspekte im Vordergrund – also auch kein allfälliger langfristiger Spareffekt. Es gehe vielmehr darum, die Schwächen des heutigen Systems auszumerzen: Erstens die mangelnde Prävention. Zweitens die Anreize für Krankenkassen, chronisch Kranke loszuwerden. Und drittens die Quersubventionierung von Grund- und Zusatzversicherungen. Alle dreo Probleme würden durch eine Einheitskasse gelöst, so Gilli.

QUELLE: 20min.ch

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y.muhaxheri@myinsure.ch (MyInsure) Krankenkasse Thu, 29 Aug 2013 19:53:41 +0200